Wohlstand kommt, aber nicht von selbst

Für Junge in den Industriestaaten ist es schwieriger, zu Vermögen zu kommen. Mehr Bildung könnte helfen.

Das globale Vermögen aller Menschen beträgt rund 280.000 Milliarden US-Dollar. In einer gerechten Welt hätte jeder Erdenbürger rund 40.000 Dollar. Aber die Welt ist nicht gerecht, das Vermögen ist sehr ungleich verteilt, und das gilt auch für die Zuwachsraten. Die sind in den westlichen Industrieländern nur gering, woran vor allem junge Leute leiden. Ihre Eltern konnten mit durchschnittlichen Einkommen noch eine Wohnung kaufen, das ist heute ein Wunschtraum geworden.

Jammern hilft aber nicht. Die Wachstumsraten sind in Asien viel höher, zunächst, weil der Rückstand dort größer ist. Aber dort lebt, studiert und arbeitet eine junge Generation, die es besser haben will als ihre Eltern. Diese Formulierung gab es früher auch bei uns.

Hier kommt die Politik ins Spiel. Sie muss endlich die Voraussetzungen dafür schaffen, dass jedes Mädchen und jeder Bub in eine Schule gehen kann, in der ganztägiger Unterricht angeboten wird, wo nach modernen Methoden gelehrt wird und wo die Lehrer den Ehrgeiz haben, dass sich ihre Schüler mit den besten der Welt messen können. Und wir brauchen einen Rahmenplan für Universitäten, den der Linzer Professor Friedrich Schneider im KURIER-Interview fordert. Eigene Elite-Unis für die Besten gehören auch dazu, wenn die nächste Generation den Wohlstand ihrer Eltern nur halten will.

Ganz klar: Wenn die nächste Regierung wieder nichts weiter bringt, ist dieser Wohlstand gefährdet, und zwar ganz schnell. Die Verhandler sollen endlich aufhören, über das Rauchverbot, die Abschaffung des Tempolimits oder ähnlichen Unsinn zu sprechen. Und die Jungen sollten lauter für bessere Bildungseinrichtungen streiten.

(kurier) Erstellt am
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