Soll der Bundespräsident weiterhin direkt gewählt werden?

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Der teilweise seltsam vor sich hindümpelnde Wahlkampf wirft einmal mehr die Frage auf, ob die Volkswahl das Richtige ist.

Alexander Van der Bellen hat vor allem eines nicht: Einen klaren Gegner. Das Starterfeld, das ihm die zweite Amtszeit als Bundespräsident streitig machen will, ist teils schräg, teils eigentümlich und hat nicht im Entferntesten Chancen, in die Hofburg einzuziehen. Der einzige Kandidat, der von einer Parlamentspartei unterstützt wird, ist der FPÖ-Volksanwalt Walter Rosenkranz. ÖVP, SPÖ und Neos übten sich in vornehmer Zurückhaltung in einer schwierigen Wahlauseinandersetzung, für die es nicht einmal Kostenerstattung gibt. Kurz gesagt: Der heurige Wahlgang ist keine Werbung für eine Volkswahl. Und es gäbe auch andere Modelle, etwa eine Wahl durch die Bundesversammlung (Nationalrat und Bundesrat gemeinsam). Soll also die Direktwahl beibehalten werden?

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