Neue Einkaufsgewohnheiten

Der nächste Lockdown läutet nicht das Ende der Konsumgesellschaft ein, er leitet die Umsätze nur um
Simone Hoepke

Simone Hoepke

Auch das noch. Nicht nur, dass ein Hersteller nach dem anderen Lieferprobleme eingesteht und nicht jedes Waschmaschinen- und Handymodell in der Sekunde erhältlich ist. Jetzt haben auch noch die meisten Geschäfte zu.

Klingt nach perfekter Ausrede, warum es heuer keine Geschenke gibt. Gilt aber nicht. Schließlich gibt es in den unendlichen Weiten des Internet nichts, was es nicht gibt. Der nächste Lockdown läutet nicht das Ende der Konsumgesellschaft ein, er leitet die Umsätze nur um – zu den offenen Lebensmittel- und Drogeriemärkten sowie ins Internet.

Laut Schätzungen fließt jeder zweite Euro, den die Österreicher online ausgeben, ins Ausland. Nicht aus Boshaftigkeit, sondern aus Bequemlichkeit. Plattformen wie Amazon haben bekanntlich relativ wenig Steuern bezahlt, aber Milliarden in perfekte Abläufe und Serviceleistungen investiert. In Sachen Bedienerfreundlichkeit spielen sie in einer eigenen Liga. Ein Problem für stationäre Händler, das sich mit jedem Lockdown weiter verfestigt, in dem Konsumenten sich daran gewöhnen, bequem von der Couch aus einzukaufen.

Kommentare