Meinung
13.07.2017

Muss Trumps Villa unter Wasser stehen?

Der Klimawandel bedroht uns alle, ob wir am Meer oder in den Bergen leben. Trump will aber nicht hören.

Wer im Wahlkampf von der Zukunft unserer Kinder redet, muss auch vom Klimawandel reden

Dr. Helmut Brandstätter | Über den Klimawandel als Politikum

Die Hinweise, dass Donald Trump im Zuge seines Wahlkampfs mithilfe von russischen Behörden seine Konkurrentin Hillary Clinton bekämpfte, werden deutlicher. Trump Junior musste nun entsprechende Kontakte zugeben. Bei Trump ist alles Family-Business. Der Geschäftsmann, der nie begreifen wird, wie sich ein US-Präsident zu verhalten hat, ließ kürzlich beim G20-Gipfel seine Tochter, eine Schuhimporteurin, im Kreise der Mächtigen Platz nehmen. Den Trumps ist jedes Mittel ist recht, um Geld zu machen.

Den Klimawandel-Leugner Trump lassen Meldungen kalt, dass die Erderwärmung ständig zunimmt. Vielleicht versteht er es erst dann, wenn sein protziges Anwesen an der Küste Floridas unter Wasser steht. Zwei aktuelle Ereignisse zeigen die Dramatik: Am Südpol löst sich gerade ein riesiger Eisberg vom Eis der Antarktis. "Das ist kein Zeichen dafür, dass das System instabil wird, sondern dass es schon instabil war", erklärt dazu ein Experte. Dass der Meeresspiegel steigt, ist offenbar nicht mehr aufzuhalten. Das zweite Phänomen ist das Sterben von Korallen, aktuell vor den Seychellen-Inseln, ein eindeutiger Hinweis auf zu warmes Meereswasser.

Alle ernst zu nehmenden Experten betonen, dass an der Erderwärmung wir Menschen schuld sind. Trump glaubt das wohl erst dann, wenn er damit Geld machen kann. Aber was treibt Heinz-Christian Strache dazu, gegen alle Experten zu argumentieren? Und auch noch Märchen vom Weinbau auf Grönland zu erzählen, um zu belegen, dass es früher dort schon wärmer war? Wer im Wahlkampf von der Zukunft unserer Kinder redet, muss auch vom Klimawandel reden. Und darüber, was wir konkret machen müssen. Bei Trump hilft nichts mehr, da müssen wir auf ein baldiges Impeachment hoffen.