über die Praxis der NoVA-Berechnung
04/09/2014

Kosten ausgelagert

Die chaotisch umgesetzte Erhöhung und Umgestaltung der Autosteuern zeigt jetzt in der Praxis erste Wirkung.

von Horst Bauer

So weit, so kompliziert und so wenig kompatibel mit überschaubaren Preislisten

Dr. Horst Bauer | über die Praxis der NoVA-Berechnung

Es konnte ja nicht schnell genug gehen. Schließlich sollte das zusätzliche Geld aus der Erhöhung der NoVA und der motorbezogenen Versicherungssteuer so früh wie möglich dem Not leidenden Staatshaushalt zufließen.

Da war nicht nur keine Zeit, eine umfassende, moderne und möglichst unbürokratische Neuausrichtung der Auto-Besteuerung zu entwickeln, man schaffte es nicht einmal, den bestehenden Abgaben-Dschungel etwas zu lichten. Ganz im Gegenteil, wie sich nach gut einmonatiger Praxis zeigt.

Weitgehend beratungsresistent und scheinbar ausschließlich auf die von der Regierung vorgegebene Summe zu erzielender Mehreinnahmen fokussiert, wurde die NoVA-Berechnung von den Gesetzesbastlern im Ministerium weiter verkompliziert. So zeigt sich jetzt etwa in der Verkaufspraxis, dass der Endpreis ein und desselben mit Extras ausgestatteten Neuwagens beträchtlich differieren kann, je nachdem, für welche Rädergröße man sich entscheidet. Die Reifenwahl hat nämlich Einfluss auf den CO2-Wert des Normverbrauchs, der die Höhe der vom Gesamtwert des Autos berechneten NoVA vorgibt.

So weit, so kompliziert und so wenig kompatibel mit überschaubaren Preislisten.

Was den Staat nicht weiter kümmert, denn die zeitintensive Preisberechnung hat man an den Handel ausgelagert. Genauso wie die Kosten der Neuberechnung der Auto-Besitzsteuern. Die blieb bekanntlich an den Versicherungen hängen.

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