über die staatliche Förderung der E-Mobilität
06/11/2013

Ernüchterung

Ein genauerer Blick auf die Zahlen entlarvt die Förderprogramme zum Thema Verkehr und Klimaschutz als wenig wirksam.

von Horst Bauer

In Deutschland wurden mehr Turnierpferde registriert als E-Autos zugelassen wurden

Dr. Horst Bauer | über die staatliche Förderung der E-Mobilität

Bei den Privaten hält sich der Staat nobel heraus. Die 56 Millionen Euro, mit denen das Lebensministerium zwischen 2007 und dem Vorjahr die Verbreitung alternativ angetriebener Fahrzeuge gefördert hat, gingen nur an gewerbliche Nutzer. Privatkunden, die sich ein Elektroauto anschaffen wollen, sind auf die eigene Geldbörse und ein paar verstreute – in der Gesamtsumme stark limitierte – Förderungen einzelner Länder und Gemeinden angewiesen. Dass sich das auf den Fuhrpark kaum auswirkt, liegt auf der Hand. Zumal, wenn man weiß, dass selbst der Großteil der in diesem Zeitraum staatlich geförderten 10.900 E-Mobile Elektro-Fahrräder waren. Das seit heuer laufende und bis 2020 geplante neue staatliche Förderprogramm geht zwar mit der Zeit und bezieht unter anderem auch Plug-in-Hybride und E-Autos mit Reichweitenverlängerer ein, bleibt aber weiterhin auf gewerbliche Anwender beschränkt. Auch Privatkunden beim Umstieg auf die in Sonntagsreden hochgelobte E-Mobilität zu unterstützen, ist weiterhin kein Thema. Die in dieser Diskussion bei uns gerne zitierte Haltung der deutschen Regierung, lieber die Forschung zu unterstützen, um E-Mobile auf dem freien Markt wettbewerbsfähig zu machen, als Kaufprämien auszuschütten, trägt allerdings auch noch keine nachhaltigen Früchte. So rechnete das deutsche Branchenblatt Automobilwoche der Kanzlerin genüsslich vor, dass im Vorjahr in Deutschland mehr Turnierpferde ins Register eingetragen als E-Autos zugelassen wurden.

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