über Alko-Sperren für Promille-Lenker
07/19/2013

Alkolock

Anders als im Norden Europas sind Alko-Sperren für Promille-Lenker bei uns offenbar nach wie vor nur ein Sommerthema.

von Maria Brandl

Offenbar sind bei uns Alkolocks ein beliebtes Sommerthema

Maria Brandl | über Alko-Sperren für Promille-Lenker

Langjährige KURIER-Leser werden sich erinnern: An die Zeiten, als bei uns Staus auf die Ferienzeit beschränkt waren und Politiker mit Verkehrssicherheitsexperten diskutierten, ob Volltrunkenheit bei drei oder vier Promille erreicht ist.

Entsprechend sah die Unfallbilanz aus. Anfang der 70er-Jahre, kurz bevor auf Autobahnen das Tempo auf 130 begrenzt wurde, starben in einem Jahr auf Österreichs Straßen fast 3000 Menschen. Inzwischen, trotz 4,5 statt damals 1 Mio. Pkw, sind es rund 530, zahlreicher Sicherheitsmaßnahmen wie Gurten- oder Sturzhelmpflicht oder deutlich verbesserter Unfallversorgung sei Dank.

Ein Problem ist aber nach wie vor virulent: Alkohol am Steuer. Rund 20 % aller Straßenverkehrstoten in der EU werden nach wie vor auf Alkoholeinfluss zurückgeführt, insgesamt mehr als 7000 Opfer. Zwar wurden die Promillegrenzen seit den 70er-Jahren stetig gesenkt, Strafen wie Kontrollen verschärft, aber gegen Suchttrinker und -trinkerinnen – die Frauen haben enorm aufgeholt – hat man noch keine adäquate Lösung gefunden.

Versuche gibt es durchaus. So kündigte etwa im Vorjahr die Verkehrsministerin einen Pilotversuch an, bei dem Promille-Lenker ihren Führerschein behalten dürfen, wenn sie ein Alkolockgerät einbauen lassen. Seitdem hat selbst der ÖAMTC nichts mehr davon gehört. Bis jetzt. Offenbar sind bei uns Alkolocks ein beliebtes Sommerthema. Anderswo, etwa im Norden Europas, ist man weiter. Auch im Kampf gegen andere Drogen am Steuer.

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