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25.08.2017

Ohne Wissenschaft zurück ins Mittelalter

Muslime, die ihren Glauben über wissenschaftliche Erkenntnisse stellen, sind eine Gefahr für sich und uns.

Die Politik muss ihre Versäumnisse endlich aufholen.

Dr. Helmut Brandstätter | über Muslime in Österreich

Eine Studie der Bertelsmannstiftung beschäftigt sich mit der Integration von Muslimen in Österreich. Kurz zusammengefasst: Viele muslimische Kinder lernen zu spät Deutsch und verlassen zu früh die Schule. Ohne Ausbildung wird es immer schwieriger, einen Arbeitsplatz zu finden.

Und dann plagt sich der Chef der österreichischen Muslime, Ibrahim Olgun, im KURIER-Gespräch mit der Evolutionslehre. Sie stünde nicht im Einklang mit der Schöpfung, wie sie im Koran steht.

Gut, auch die katholische Kirche hat sich über Jahrhunderte mit der Wissenschaft schwergetan, mit dem Effekt, dass sie etwa im Mittelalter durch das Sezierverbot medizinische Entwicklungen verhinderte. Aber wann kommen die Muslime wenigstens bei uns aus der finsteren Zeit und akzeptieren, dass sich wissenschaftliche Forschung nicht an alte Glaubensbücher halten kann, sondern im Gegenteil vom permanenten Erkenntniszuwachs lebt? Ein in Österreich geborener Muslim wie Olgun genießt doch sicher gerne alle Errungenschaft der modernen Medizin.

Aber es reicht nicht, auf verstockte Muslime hinzuweisen, die Politik muss ihre Versäumnisse endlich aufholen. Es muss für jeden Ausländer vom ersten Tag an Sprachkurse geben, wo auch Werte und Wissen vermittelt werden. Ebenso dringend ist eine Ausbildungspflicht bis zum 18. Lebensjahr für Buben und Mädchen (!). Und wo Eltern ihre Kinder abschirmen wollen, müssen mehr Sozialarbeiter eingesetzt werden. Religion ist Privatsache, aber für die Kontrolle von religiösen Einrichtungen ist der Staat zuständig, auch das sollten alle verstehen. Und der Staat muss es endlich tun.