zum Hypo-Desaster
12/02/2014

Total-Versagen auf allen Ebenen

Politiker, Spitzenbeamte, Nationalbank, Manager: Alle sind verantwortlich für das Hypo-Desaster.

von Andrea Hodoschek

Deppert-Sein ist kein Straftatbestand.

Andrea Hodoschek | zum Hypo-Desaster

In komprimierter Form bestätigt zu bekommen, wie von Beginn an bei der Kärntner Hypo alles, aber auch wirklich alles, schiefgelaufen ist, macht als Staatsbürger fassungslos. Wie konnte es zu einem solchen Desaster kommen, das uns Steuerzahler noch viele Milliarden Euro kosten wird? Es war eine fatale Konstellation aus – zuerst – Verantwortungslosigkeit, Fahrlässigkeit und rücksichtlosem politischen Kalkül. Später aus Wegschauen, Überforderung und Inkompetenz.

Von der Griss-Kommission bekommen alle Beteiligten ihr Fett ab. Zu Recht. Das Verhängnis begann unter dem verstorbenen blau-orangen Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider, der sich eine Bank mit willigen und teilweise korrupten Managern hielt. Eine Bank, die sich mithilfe von Haftungen, abgesegnet von einer unbedarften Landesregierung, auch noch unter den bayrischen Eigentümern immer mehr aufblähte. Die Nationalbank, die als Bankenaufsicht versagte. Wirtschaftsprüfer, die willig alles testierten. Keine Strategie und viel Unfähigkeit dann bei der Aufarbeitung. ÖVP-Chef und Finanzminister Josef Pröll, der sich bei der Notverstaatlichung von den Bayern über den Tisch ziehen ließ. Von der SPÖ Staatssekretär Schieder und Bundeskanzler Faymann mit im Boot. Maria Fekter, die eine Abbaulösung ablehnte. Eine geschäftsschädigende CSI Hypo, die der Bank wesentlich mehr schadete als nutzte. Berater, die Millionen abzockten. Als vorläufig letzte Glanzleistung der Unbedarften das Platzen des Verkaufs der Südosteuropa-Töchter.

Fragt sich nur, welche Konsequenzen die Regierung jetzt zieht. Jörg Haider kann sich nicht mehr verantworten und alle anderen haben die Republik ja nicht vorsätzlich geschädigt. Deppert-Sein ist kein Straftatbestand.

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