Parkraumbewirtschaftung
06/15/2016

Fleckerlteppich

von Anna-Maria Bauer

Das Parkpickerl-System in Wien erinnert mehr an eine Schnitzeljagd als an ein modernes Ordnungssystem.

Anna-Maria Bauer | Parkraumbewirtschaftung

Favoriten braucht kein Parkpickerl.

Favoriten überlegt, das Parkpickerl einzuführen.

Döbling will das Parkpickerl doch nicht einführen.

Döbling lässt über das Parkpickerl abstimmen.

Kaum ein Monat vergeht, in dem ein Bezirk nicht eine neue Position zum Thema Parkraumbewirtschaftung verkündet.

Und selbst in Stadtteilen, die sich für das Parkpickerl entschieden haben, ist von Einheitlichkeit keine Rede. In den einen Bezirken gilt die Kurzparkzone werktags von 9 bis 22 Uhr, in anderen nur von 9 bis 19 Uhr. Rund um die Stadthalle muss man auch an Wochenenden und Feiertagen zahlen. Und für Geschäftsstraßen können wieder andere Ausnahmen gelten. Einzig mein Smartphone mit Handy-Parking-App verhindert dieser Tage eine Welle an Strafzetteln.

Man möchte meinen, dass eine Stadt in Zeiten globaler Standardisierung in der Lage wäre, einheitliche Regeln einzuführen. Mit dem Parkpickerl präsentiert Wien aber seit Jahren eine Fleckerlteppich-Theorie, die mehr an eine Schnitzeljagd denn an ein modernes Ordnungssystem erinnert.

Wie wäre es endlich mit einer Wien-weiten Variante? So groß ist die Stadt auch wieder nicht.

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