WorkLife: Senden und sagen

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Von Angesicht zu Angesicht - grad nicht so im Trend. Man tippt lieber, was zu sagen ist.

Ein Manager erzählte, sein Büro und das seines Chefs seien nur 25 Meter voneinander entfernt.  Dreißig  Mal pro Tag schrieben sie einander eMails, um wichtige Agenden zu besprechen und Entscheidungen zu treffen – tatsächlich treffen würden sie sich aber nur auf der Toilette. "Da stimmt doch was nicht", sagt Peter Handal, CEO von Dale Carnegie im KURIER-Interview. Und recht hat er.

Denn mit der Veränderung der Kommunikationsmethoden in den vergangenen Jahren – durch eMails, SMS, Messenger und was sonst noch alles digital und schnell und in großer Zahl daherkommt –  ist die persönliche Auseinandersetzung verloren gegangen. Man tippt lieber statt sich die Dinge zu sagen, weil das schneller,  effizienter, praktischer  ist. Und weil wir durch das  Senden  von Nachrichten die zeitintensive, zwischenmenschliche Kommunikation umgehen können, uns nicht zeigen, uns nicht bewegen müssen, kurz und knapp die Dinge regeln und einfach eine Aktion des Gegenübers einfordern: Mail – senden – Sache vom Tisch.

Unbedingt sympathisch ist das nicht. Und bei vielen Themen auch nicht angebracht.  Aber auch das ist im Business irgendwie abhanden gekommen: Wer weiß schon noch, was sich gehört?

Erstellt am 13.04.2012