über eine Wirtschaftswelt, die nichts mehr verzeiht
10/31/2014

Es gibt keine Schonzeit mehr

von Sandra Baierl

Chefs werden gegangen - das zeigt, wie sehr sich die Wirtschaftswelt verändert hat.

Mag. Sandra Baierl | über eine Wirtschaftswelt, die nichts mehr verzeiht

Österreich ist ein kleines Land, die Zahl der Unternehmen ist überschaubar. Wie schnell die Grenzen der Republik erreicht sind, erfahren jene CEOs, die entlassen werden. Für sie ist es besonders schwierig, weiterhin im Top-Management einer Beschäftigung nachzugehen. Wer gefeuert wurde – und das passiert öfter als früher, die Verweildauer eines Vorstands hat sich auf drei bis fünf Jahre reduziert –, dem bleiben nicht viele Möglichkeiten: einige gehen ins Ausland, andere werden selbstständig oder werden, wenn gar nichts mehr geht, Berater.

Veränderte Wirtschaftswelt

Dass sich die Amtszeit von Top-Managern seit der Jahrtausendwende so drastisch reduziert hat, zeigt, wie sehr sich die Wirtschaftswelt verändert hat. Es gibt keine Schonung mehr, das hat drei Gründe:

Firmen sind radikaler im Umgang mit ihren Führungskräften. Nicht nur, weil der wirtschaftliche Druck enorm gestiegen ist. Auch, weil die rechtlichen Bedingungen verschärft wurden. Fehler bei Entscheidungen, Ausschreibungen, Bestellungen werden nicht mehr toleriert. Es wird hohe Professionalität im Umgang mit dem Geschäft, mit Mitarbeitern und Kollegen verlangt. Schwache Führungskräfte durchzutragen, die inhaltlich nicht reüssieren oder atmosphärisch nicht passen –, das kann und will sich kein Unternehmen mehr leisten.

Bei Firmenübernahmen oder Fusionen gibt es für das bestehende Management allermeist keine Rettung mehr. Die Führungskräfte werden ausgetauscht. Mit den neuen Eigentümerverhältnissen kommt schlagartig das neue Management.

Die Politik ist keine schützende Hand mehr. Anders als früher werden Manager und Funktionäre nicht mehr (offensichtlich) verschont und versorgt. Eine Folge der neuen Transparenz und des Machtverlusts von Parteien und Interessensvertretungen.

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