über einen brisanten Immobiliendeal
02/21/2013

Vorhabensbericht über Schillerplatz fertig

Belastendes Gutachten im Immobiliendeal zwischen Telekom und Ehepaar Huber.

von Andrea Hodoschek

Eineinhalb Jahre lang ermittelte die Staatsanwaltschaft aufgrund einer Anzeige Gabriela Mosers.

Andrea Hodoschek | über einen brisanten Immobiliendeal

Hat die Telekom Austria dem ehemaligen ÖBB-Chef Martin Huber und seiner Gattin Barbara Huber-Lipp einige Stockwerke des Hauses Schillerplatz 4 in bester Lage in Wien zu billig verkauft? Fast eineinhalb Jahre lang ermittelte die Staatsanwaltschaft aufgrund einer Anzeige der Grün-Abgeordneten Gabriela Moser. Dieser Tage wurden die Ermittlungen abgeschlossen und an die Oberstaatsanwaltschaft weitergeleitet. Wegen der Prominenz der handelnden Personen ist der Fall berichtspflichtig.

Eine vom Ehepaar Huber gegründete Immo-Gesellschaft hatte der Telekom 2006 die Etagen des Stadtpalais um rund sechs Millionen Euro abgekauft und im Folgejahr um rund elf Millionen Euro an die Seeste Bau AG weiter verkauft. Die Baufirma ist einer der Investoren am Wiener Hauptbahnhof und hatte von den ÖBB dort ein Grundstück erworben.

Die Staatsanwaltschaft eröffnete ein Verfahren wegen des Verdachts auf Untreue. Gegen Huber als möglichen Beitragstäter sowie gegen einige Telekom-Manager, darunter Ex-Chef Heinz Sundt, der für den Immobilien-Bereich des Konzerns zuständig war. Sundt muss sich derzeit wegen der Kursmanipulationsaffäre vor Gericht verantworten, wurde bisher aber weder von seinen mitangeklagten Kollegen noch von Zeugen belastet.

Wie zu hören ist, soll das Gutachten des Sachverständigen Roland Popp für die Beschuldigten nicht gut aussehen. Dabei geht es um die Bewertung des Objektes und die Frage, ob die Telekom vor dem Verkauf an die Hubers eine Änderung des Bebauungsplanes beantragt hatte. Die Staatsanwaltschaft will zum Inhalt des Vorhabensberichts keine Stellungnahme abgeben. Huber war wegen eines Auslandsaufenthaltes nicht erreichbar. Er hatte in der Vergangenheit den Vorwurf, zu billig gekauft und zu teuer verkauft zu haben, zurückgewiesen. Es habe, „wie bei Immobilienprojekten üblich, einen Gewinn gegeben“.

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