über Integration
10/19/2015

Nach der Wahl ist vor der Wahl, 2

von Niki Glattauer

Und er rollt und rollt, der Schweinefleisch-eMail-Tsunami…

Niki Glattauer | über Integration

Und er rollt und rollt, der Schweinefleisch-eMail-Tsunami… Neben der "Lesen-Sie-doch-einmal-Sarrazin-der-sagt-was-wirklich-los-ist"-Fraktion (angelesen; danke, Nicht genügend, setzen!), klingen die meisten wie der folgende:

"Auch ich bin keine FPÖ-Wählerin und werde das jedenfalls so lange nicht sein, solange diese Partei menschenverachtende Parolen schwingt und Hetze betreibt. Aber auch mir ist es wichtig, dass unsere Kultur bestehen bleibt. Dass weiterhin Schweinefleisch auf den Speisekarten Platz findet, dass mir auch Männer die Hand geben und ich nicht angepöbelt werde, weil ich unverschleiert unterwegs bin. (…) Mir fehlt es an Politikern, die das Thema aufgreifen und sachlich bearbeiten. Die den Menschen in Österreich die Angst nehmen und sagen (und auch dafür sorgen!), dass unsere Kultur bestehen bleibt, auch wenn wir viele dieser schutzsuchenden Flüchtlinge aufnehmen. Stattdessen erleben wir Politiker, die entweder die Angst und Verunsicherung der Wähler als Treibstoff verwenden oder jene, die scheinbar naiv alle Problemfelder ausblenden. (…) Es gibt keinen Politiker in Österreich, der klar sagt, wir nehmen die Anzahl x Flüchtlinge auf, das bedeutet y Investitionen im Bereich Integration (Deutschkurse, Schulen, Ausbildung, etc.), aber diese Investitionen sind wichtig, um in Zukunft ein friedvolles Miteinander zu ermöglichen und am Ende des Tages weiterhin Schweinsbraten und Veltliner auf unseren Speisekarten zu finden … "Patricia Grimm-Hajek

Und weil ja jetzt bei uns LehrerInnen die Winterplanung beginnt: Ich hoffe es kommt niemand auf die Idee, den Nikolo NICHT kommen zu lassen, nur weil ein paar Kinderlein islamischen Bekenntnisses in der Klasse sitzen. Oder sollte ich sagen: islamischen Lippenbekenntnisses? Weil in Reli gehen die kleinen Moslems mittlerweile auch nicht mehr öfter als die Christen oder Buddhisten. Mein erster Nikolo war im Gemeindebau in Favoriten übrigens unsere Hausmeisterin, Frau Fritscher. Habe ich sie erkannt? Klar habe ich. Habe ich mich über die Äpfel und Nüsse trotzdem gefreut? Klar habe ich. Und hat es mich gestört, dass der Nikolo eine Frau mit Bart war, quasi Conchitolo? Aber so was von nicht!

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