Schule - und der Rest des Lebens: Land der Hirten

Schule - und der Rest des Lebens: Herbert, unterschreib das! © Bild: Miriam Hoehne

Unlängst machte mich mein treuer Leser K. auf die sogenannten "Hirtenaufgaben" aufmerksam.

Eine geht so: "Ein 27-jähriger Hirte hat 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist er?" Ein Test in deutschen Kindergärten und Volksschulen habe jetzt ein unglaubliches Ergebnis gebracht: Die Kinder begännen nämlich, Schafe und Ziegen zu addieren. Und zwar umso häufiger, je älter sie sind. Dies sei, folgerten Experten, ein Armutszeugnis für den Matheunterricht. Denn dass der Hirte für 71 Prozent der 10-Jährigen auf wundersame Weise 36 bzw. 63 Jahre alt werde, beweise, dass Mathematiklehrerinnen Kindern nicht beibrächten, den Sinn einer Aufgabe zu verstehen, sondern nur, Zahlen zu suchen.

Nun, in Deutschland finden sie sie immerhin! Auf meine Bitte hin probierte eine Volksschullehrerin in Graz den Test. Bei der Hälfte der Kinder war der Hirte am Schluss 53, 62 oder 64 Jahre alt.

Damit Nachtrag zu Tobias & Co., den aktuell beliebtesten Vornamen. Wo sind die alle?, fragte am vorigen Montag sarkastisch der Hauptschullehrer in mir. Pointiert antwortete Leserin ramona2603: Auf den Wickeltischen! Okay, Österreichs frische Savannah-Malvines werden erst. Und gesamt gesehen haben wir natürlich ganz andere Namen. Ranking der heimischen Vornamen, basierend auf Festnetz- und Mobilfunkdaten:

1. Franz

2. Josef

3. Johann

4. Maria

5. Karl

6. Peter

7. Gerhard

8. Christian

9. Walter

10. Andreas

Kombiniert man die häufigsten Vor- und Nachnamen miteinander, hat man den häufigsten Österreicher. Er heißt – Wagner, Franz. Dahinter Johann Gruber und Josef Huber.

Besser kannst du unser Land der Söhne und Hirten eh nicht beschreiben.

Erstellt am 29.01.2012