PC als Sprachschule für Kindergartenkinder

© Heinz Wagner

Meinung Kolumnen Schule
09/10/2012

PC als Sprachschule für Kindergartenkinder

Die Universität Linz, Microsoft und das Innenministerium starten die Initiative "Schlaumäuse", mit der 50.000 Kinder Zugang zu einer speziellen Lernsoftware erhalten, mit der sie spielerisch an Schrift und Sprache herangeführt werden.

von Heinz Wagner

Im Wörtersee fischen über den Gutenberg wandern oder die Eselsbrücke gehen, um aus den auftauchenden Lauten/Buchstaben richtige Wörter zusammen zu bauen und sie nicht dem Wörterwichtel zu überlassen. Mit Hilfe der (Computer-)Maus schlau(er) werden – dieses Ziel verfolgt das spielerische Sprachlern-Vorschulprogramm Schlaumäuse.Vergleichende Studien der TU Berlin sowie des Komeptenzzentrums an der Johannes-Kepler-Uni (JKU) in Linz stellen fest, dass Kinder, die hier mit Buchstaben, Lauten und Wörtern spielten sowohl im Gebrauch der Alltagssprache als auch beim Lesen und im Wortschatz Vorteile gegenüber Kindern haben, die nicht mit den Schlaumäusen spielten.

Vom Computer zum Live-Rollenspiel

Elisabeth Pils, Leiterin des Linzer "Kindergartens der Zukunft" legte bei der Präsentation der neuen Kooperation mit dem Integrations-Staatssekretariat aber Wert darauf, dass keineswegs alles auf den Computer fokussiert würde. "Er ist einfach Teil unseres pädagogischen Gesamtkonzepts, nicht mehr aber auch nicht weniger Wert als spiel, Bewegung und Sport im Freien, malen mit Pinsel und Farbe oder Kekse mit Teig backen – erst dann macht das spiel mit Keksen auch am Computer Sinn. Und manche der Spiele, etwa das Mäusetheater wurden von Kindern kreativ als echtes Rollenspiel weiter geführt."Manfred Pils von der JKU verwies darauf, dass sowohl Kinder mit anderen Erstsprachen als auch sehr deutschsprachlich begabte Kinder von diesen vielfältigen Spielen auf verschiedenen Schwierigkeitsstufen profitieren, nicht zuletzt, "weil hier nie Fehler gezählt werden, sondern  konstruktive Hilfe angeboten wird und sich ein Kind ein Wort auch 1000 Mal vorsagen lassen kann – etwas wozu weder Zeit noch Nerven einer Pädagogin reichen."Das 2005 von der TU Berlin entwickelte Programm wird demnächst auch von der CD unabhängig via Cloud in jedem Browser gespielt werden können. Das Kompetenzzentrum in Linz hat bisher 200 KindergartenpädagogInnen ausgebildet, die ihrerseits ihr Wissen an KollegInnen weitergaben.

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