über eine eiskalte Debatte
12/01/2015

Super Klima!

Klimadiskussionen versetzen Seilbahner in eine ähnliche Aufruhr wie der Krampus kleine Kinder.

von Simone Hoepke

Klimadiskussionen versetzen Seilbahner in eine ähnliche Aufruhr wie der Krampus kleine Kinder.

Mag. Simone Hoepke | über eine eiskalte Debatte

Stürmisch, windig, kalt! Endlich! Von Bad Kleinkirchheim bis zur Wildschönau ist die Skisaison eröffnet und in der Stadt schwitzt man nicht mehr so beim Glühweintrinken. Von Erderwärmung keine Spur! Wintersportler können aufatmen!

Klimadiskussionen versetzen Seilbahner alljährlich in eine ähnliche Aufruhr wie der Krampus kleine Kinder. Heuer sind die Pisten-Checker präpariert. Mit einer eigenen Studie – und siehe da: Am Berg ist die Welt noch in Ordnung. Auf der Schmittenhöhe liegt die Temperatur demnach konstant bei minus 4,4 Grad – seit dem Winter 1970/’71. Gut, im Sommer ist es wärmer, es regnet weniger und die Gletscher schmelzen dahin – aber der Winter ist gerettet! Dank der Schneekanonen, die tonnenweise Schnee auf die Pisten spucken. Wegen dem Klimawandel? Aber geh! Weil der Schnee "verdunstet", wenn sich die Massen über die Pisten schieben, sagt ein Seilbahner.

Während man in den Bergen vom Klimawandel also nichts mitbekommt, treffen sich Staatsmänner in Paris, um die Welt zu retten. Auch Klimagipfel sind ein periodisch wiederkehrendes Ereignis. Sie gipfeln zuverlässig in einem Foto mit Männern in dunklen Anzügen, die sich in Interviews gegenseitig auf die Schulter klopfen. Weil sie sich auf Maßnahmen geeinigt haben. Und darauf, dass sich keiner dran halten muss.

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