über "Wilde Maus"
03/07/2017

Bobo-Wahrheiten

von Julia Pfligl

Etwas davon kommt Ihnen bekannt vor? Dann haben Sie den Bobo-Test bestanden.

Julia Pfligl | über "Wilde Maus"

Als Wiener muss man "Wilde Maus" fast gesehen haben. Er enthält so viele Wahrheiten über das Leben von Bobo-Städtern, dass man zwischendurch immer wieder vergisst, dass es sich um einen Film handelt. Der angesehene (Ex-)Musikkritiker Georg (Hader) lebt mit der schönen Psychotherapeutin Johanna (Hierzegger) in einer durchgestylten Altbauwohnung voller Bücher und Vintage-Möbel über einem hippen Radgeschäft. Das Geschäft nennt sich "Salon für Radkultur" und befindet sich in der Praterstraße, der neuesten Bobovillen-Hochburg. Am Samstag essen die beiden Branzino in Salzkruste am Karmelitermarkt, davor joggen oder radeln sie gemeinsam entlang des Donaukanals.

Weil Johanna mit 43 draufkommt, dass sie eigentlich gern ein Kind hätte, zitiert sie den potenziellen Kindsvater zum Eisprung ins Schlafzimmer und nötigt ihn zu empfängnisfreundlichen Stellungen. Nah an der Realität sind auch die Radio- und TV-Beiträge über die Flüchtlingskrise, die immer wieder im Hintergrund zu hören sind (gedreht wurde 2015). Während der ZiB sitzt Johanna betroffen auf dem Sofa ihres schicken Wohnzimmers, nippt am Weinglas und flüstert: "Das ist alles so arg."

Etwas davon kommt Ihnen bekannt vor? Dann haben Sie den Bobo-Test bestanden.

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