über Restaurant-Reservierungen
12/15/2015

Mission Impossible

von Julia Pfligl

Es hat ja durchaus Vorteile, in einer Großstadt zu wohnen: ein Auto ist überflüssig, in irgendeinem Kino läuft immer ein guter Film, der nächste H&M ist ums Eck und das Angebot an hippen Gaststätten grenzenlos.

Theoretisch. Denn was schon unterm Jahr eine Herausforderung darstellt, ist im Dezember quasi unmöglich: einen Tisch in einem angesagten Restaurant zu ergattern. Nein, wir sprechen hier nicht davon, an einem Freitagabend zu zehnt einzufallen, in der Erwartung, das beste Platzerl (weit weg von Küche, Eingang und Toiletten) zu bekommen. Wir sprechen von Reservierungen, die eine Woche (sieben! Tage!) vor dem Wunschtermin gemacht bzw. versucht werden. Das läuft dann ungefähr so ab: "Ich würde gerne für kommenden Dienstag einen Tisch reservieren." "Gerne. 22 Uhr ist in Ordnung?" Ähm, nein. "Dann vielleicht 17 Uhr?" Danke, ich arbeite. "Dann kann ich Ihnen leider nichts anbieten. Wir haben so viele große Gruppen ..." Weihnachtsfeiern. Sie sind überall.

Noch frustrierender gestaltet sich die Organisation des Sonntagsbrunches. Als Wahl-Wienerin lernt man schnell: Am Wochenende wird in der Regel auswärts und ausgiebig gefrühstückt. Aber niemals spontan. Es sei denn, Sie brunchen gerne um 22 Uhr – und am Tisch neben dem Eingang.

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