über einen rechten Krawallmacher
01/05/2017

„In die Goschn hau’n!“

von Uwe Mauch

Er brüllt: ,Skinhead! Ausländer in die Goschn hau’n!' Und: ,Hooligan! Ausländer in die Goschn hau’n!'

Mag. Uwe Mauch | über einen rechten Krawallmacher

Vormarsch der Rechtsextremen in Wien? Eine Bekannte will vor kurzem mit der U6 von Floridsdorf in Richtung Innenstadt fahren. Sie setzt sich auf einen freien Sitzplatz, da baut sich ein Mann mit einer langen Narbe am rasierten Kopf zwischen ihr und der Tür auf. Breitbeinig, Arme in die Seite gestützt, so, dass niemand an ihm vorbei kann.

Er brüllt: „Skinhead! Ausländer in die Goschn hau’n!“ Und: „Hooligan! Ausländer in die Goschn hau’n!“

Mit im Zug: junge Frauen und junge Männer unterschiedlicher ethnischer Herkunft. Die Frauen stehen auf und gehen zur entfernteren Tür, sie steigen bei der nächsten Station aus. Der Skinhead droht indes den Männern. Dann geht er direkt auf eine Frau mit Kopftuch und Kleinkind im Arm zu. Ihr Mann versucht, den Aggressor von seiner Frau und seinem Kind fernzuhalten. Nur Zurufe einiger Fahrgäste verhindern eine Schlägerei. Der Skinhead giftet ihn weiter an: „Schwuchtel.“

Frühzeitig steigt auch meine Bekannte aus, sie hat Angst. Sie ruft die Polizei, und verständigt den Fahrer. Der kann den rabiaten Mann irgendwie beruhigen. Menschen, die ihr entgegen kommen, rät sie, nicht vorne in den Zug einzusteigen, dort werde randaliert. Ein Mann reagiert: „Das mit den Ausländern wird immer schlimmer. Wann tun die endlich was dagegen?“

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