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27.07.2017

Bahnbaustellensommer

Die folgende Facebook-Unterhaltung nach Büroschluss lässt Ungemach erahnen.

Mag. Uwe Mauch | über die ÖBB

Die ÖBB dürften ihren Baustellensommer doch nicht so gut im Griff haben, wie ihre Werbung gerne behauptet. Die folgende Facebook-Unterhaltung nach Büroschluss am Dienstag dieser Woche lässt Ungemach erahnen:

A. „bedankt sich bei den ÖBB für den Verlust an Frei- und Lebenszeit! Eigentlich sollte mein Zug längst in Gänserndorf angekommen sein. Tatsächlich sitze ich in Floridsdorf in einem Ersatzzug, darf bis Deutsch-Wagram zuckeln – und von dort mit Schienenersatzverkehr nach Gänserndorf.“

B. „geht es genauso! Ich habe den Regionalzug nach dir genommen, der hat aber auch 15 Minuten Verspätung. Der Regionalzug davor ist überhaupt ausgefallen, also steht man dann 60 Minuten in Floridsdorf herum, sehr prickelnd.“

C. macht daraufhin auch nicht unbedingt Stimmung für die österreichische Bahn: „Wow! Da hab’ ich ja Glück, mein Regionalzug hatte nur 15 Minuten Verspätung!“

D. lenkt kurz von den ÖBB ab: „Das Problem ist ja noch zusätzlich, dass man mit dem Auto auch nicht weiterkommt, da durch die Baustellen viele Straßen gesperrt sind.“

A. „wartet jetzt bei einem Seidl auf ein Taxi“.

Und es wäre wohl ein feiner Zug, würden sich die ÖBB bei Fahrgästen wie ihm für den verursachten Unmut gebührend entschuldigen.