leseZEICHEN: Zeit zum Träumen

leseZEICHEN: Zeit zum Träumen © Bild: KURIER

Michael Horowitz über Sansibar, afrikanische Lebenslust und arabische Exotik.

Die Farbe Grau. Grauer Himmel, graue Gedanken, grauer Gatsch. Zeit zum Träumen. Von türkisem Meer, weißen Stränden, bunten Korallenriffen. Sansibar. Drei weiche, verlockende Silben. Lange galt die Insel im Indischen Ozean als Geheimtipp abseits der Touristenströme. Inzwischen nehmen immer mehr Reiseveranstalter den magischen Archipel in ihr Programm auf. Indische Farben- pracht, arabische Exotik und afrikanische Lebenslust - all das findet man hier. Sansibar liegt im Schnittpunkt der Kontinente, seine Lage zog jahrhundertelang Seefahrer und Händler aus aller Welt an. Gewürze, Stoffe und Elfenbein garantierten gute Geschäfte. Der Sultan von Oman machte Sansibar reich. Durch den Anbau der Gewürznelke und den Export der Sklaven. Vor rund 150 Jahren beendeten die Briten den Sklavenhandel. Sansibars Reichtum ist längst vorbei, der Sinn für Ästhetik geblieben. Und als Fremder fühlt man sich - mit etwas Fantasie - wie in 1001 Nacht versetzt.

Erstellt am 05.12.2011