über den Preis als Minderheitenprogramm.
02/29/2016

#OscarsSoPublikumsfern

von Georg Leyrer

#OscarsSoPublikumsfern

Georg Leyrer | über den Preis als Minderheitenprogramm.

Schwarze, Latinos, Frauen, Transgender: Viel wurde im Vorfeld diskutiert über den problematischen Umgang Hollywoods mit Minderheiten. Dabei sind die Oscars selbst zunehmend ein Minderheitenprogramm – und das ist ein Problem für die Zukunft des Preises.

Hollywood ist so wichtig, weil die Traumfabrik immer eines produzierte: Filme, die Massenappeal mit hoher Unterhaltungskunst verbunden haben. Aber genau das hat man verlernt, und nie wurde das so deutlich wie heuer: Die erfolgreichsten Unterhaltungsfilme gingen allesamt leer aus. Mit den Oscars klopfte Hollywood jenen auf die Schulter, die viel Anspruch lieferten – politischen, gesellschaftlichen, schauspielerischen.

Nur: Ist es wirklich das Signal Hollywoods an sein Publikum, dass es die falschen Filme ansieht? „ Star Wars“, zwei Milliarden Dollar Einnahmen, 0 Oscars. „Jurassic World“, 1,7 Milliarden, 0 Oscars. „Furious 7“, 1,5 Milliarden, 0 Oscars. „Avengers“, 1,4 Milliarden, 0 Oscars. „Minions“, 1,2 Milliarden, 0 Oscars. Dann, endlich: „Spectre“ (879 Millionen), Oscar für den besten Song (!). Und „Alles steht Kopf“, 856 Millionen, Animationsoscar. Der große Gewinner, „Mad Max“? 377 Millionen, nur auf Platz 20.

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