über die Besetzungsdiskussion im Museum Moderner Kunst
02/07/2015

Im Netz der Karola Kraus

von Thomas Trenkler

Karola Kraus hat Widersacher.

Thomas Trenkler | über die Besetzungsdiskussion im Museum Moderner Kunst

Kurz vor Weihnachten verlängerte Kulturminister Josef Ostermayer den Vertrag von Christian Köberl als Direktor des Naturhistorischen Museums. Diese Entscheidung war logisch. Und auch Robert Meyer muss sich keine große Sorgen machen. Denn wer noch käme für die Leitung der Volksoper infrage?

Ganz anders ist die Situation im Falle des Museums moderner Kunst (mumok). Laufend machen neue Gerüchte die Runde. Die Findungskommission habe sich für Karola Kraus, die gegenwärtige Direktorin, ausgesprochen, hieß es. Doch dann habe Ostermayer einen Mehrpersonenvorschlag verlangt.

Karola Kraus würde gerne bleiben, aber sie hat Widersacher. Peter Weibel, Direktor des ZKM in Karlsruhe, warnte Ostermayer vor einer Wiederbestellung. Denn Kraus, gebürtige Grässlin, zeigt nur zu gerne Künstler der Galerie Bärbel Grässlin in Frankfurt. Andererseits machten sich kürzlich etliche Direktoren, Kuratoren und Professoren in einem Brief an Ostermayer für Kraus stark, darunter Achim Hochdörfer, Thomas Trummer und Yilmaz Dziewior.

Man sollte allerdings wissen, dass Kraus Teil eines dichten Netzwerks ist. Hochdörfer war bis 2013 ihr Mitarbeiter. Kraus saß in jener Kommission, die sich für Trummer als Nachfolger von Dziewior als Leiter der Kunsthalle Bregenz aussprach. Und in der mumok-Kommission sitzt – auf Wunsch von Kraus? – auch Susanne Gaensheimer. Mit ihr gab Kraus 2013 den Franz-West-Katalog heraus.

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