über Kritik an der Sonntags-Kolumne
09/09/2014

"Was haben denn Sie für ein Bild?"

von Doris Knecht

Huch. Entschuldigung!, so war das nicht gemeint.

Doris Knecht | über Kritik an der Sonntags-Kolumne

Nicht alle Großeltern wollten sich in der Sonntags-Kolumne feiern lassen: Leserin Ulrike H. und Leser Peter L. fühlten sich vielmehr angegriffen, ja fanden, wie Peter H., einige der Bemerkungen "schlicht und einfach respektlos". Huch. Entschuldigung!, so war das nicht gemeint.

Wobei schon verständlich ist, was den Leser und die Leserin stört. "Was haben Sie denn für ein Großeltern-Bild?", fragt Frau H., wenngleich hier erwähnt werden soll, dass es sich bei den Fragen, mit denen die Kolumne endete, um Originaltext der ehem. Erziehungsberechtigten der Autorin handelt. Wobei, wenn man die Kinder recht spät bekommt, natürlich auch deren Großeltern schon älter sind, als es Leserin H. und Leser L. offenbar sind: Also, wie Peter L. schreibt, "Opas/Omas, die unter Umständen noch vor wenigen Tagen im Berufsleben gestanden sind." Oder, wie Frau H., immer noch stehen, was ihnen einen "Rundum-Einsatz an der Familien-Front" kaum ermöglicht. Und hier sei angefügt, dass natürlich auch das Bild der Mutter/Großmutter/Urli, die ihr Leben erst der Aufzucht eigener Kinder, dann der Betreuung der Kindeskinder und Kindeskinderkinder widmet, ja längst mehr als überholt ist und mit den Daseins-Konzepten der modernen, jungen, fitten 60-, 70- und, siehe Udo Jürgens, 80-Jährigen überhaupt nichts zu tun hat.

Zudem hat man, selbst wenn man schon pensioniert ist, vielfach einfach anderes zu tun, als sich um die Kinder der eigenen, fertig-bekümmerten Kinder zu kümmern. Nämlich zum Beispiel anderen Kindern zu helfen: Wie die pensionierte Lehrerin Christine K., die, wie hier kürzlich berichtet wurde, als Lese-Patin Kinder von Asylwerbern im Burgenland beim Deutschlernen unterstützen wollte. Die Probleme, die es dabei gab, wurden vom Landesschulrat nun alle engagiert aus dem Weg geräumt. Lese-Patinnen und Lese-Paten seien in burgenländischen Schulen, berichtet erfreut die Direktorin der betroffenen Schule, nun herzlich willkommen. Sehr gut, das ist höchst erfreulich, für alle.

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