über Berlin
11/14/2013

Also jetzt im Vergleich zu Wien

von Doris Knecht

Junge Menschen von überall her, sehr viele junge Menschen

Doris Knecht | über Berlin

Heute: live aus Berlin. Endlich wieder einmal. Und jedes Mal wieder die – meinetwegen provinzlerische – Überraschung, wie groß Berlin ist … Also, jetzt im Vergleich zu Wien. So groß, dass sich mitten in der Stadt enorme Lücken, brachliegende Gstettn auftun, Orte, an denen einfach nichts ist; noch, jedenfalls. Zum Glück sind in Berlin die Taxis viel billiger als in Wien. Dafür ist Tee teurer; 5,90 für eine kleine Kanne heißes Wasser und einen Beutel grünen Tee. Fünf Euro neunzig!, in einem ganz gewöhnlichen Lokal am Potsdamer Platz. Ist das normal, bitte?!

Auch immer wieder eine Offenbarung: Die vielen Sprachen, die man an egal welchem Ort rundum hört. Junge Menschen von überall her, sehr viele junge Menschen. Und: wie freundlich die Berliner sind. Angefangen von dem Mann, der am Flughafen aus dem Taxi steigt und einem die Tür aufhält, über den Taxifahrer selbst. (Einschub; apropos Taxi nämlich. Hier aus aktuellem Anlass noch eine Anfügung an die kürzlich hier uraufgeführte Ode an den guten Taxifahrer: Der gute Taxifahrer schläft während der Fahrt nicht ein. Ist einem Bekannten, einem DJ, kürzlich auf der Heimfahrt von der Nachtarbeit tatsächlich passiert. Einschub Ende.)

Am Abend mehr freundliche Leute in einer freundlichen Buchhandlung. (Einschub zwei: Buchhändler sind fabelhaft. Buchhändlerinnen auch. Dazu demnächst mehr). Danach, nach einer weiteren, endlosen Taxifahrt mit einem weiteren freundlichen Taxler, einen in Berlin lebenden Freund in der Cordobar treffen: einer, wie der Name anklingen lässt, deutsch-österreichischen Weinbar in Mitte. Sehr schön; man hört dort auf der Toilette Edi Finger in einer Endlosschleife wahnsinnig werden, es gibt eine Knöpferl-Harmonika-Deckenlampe, Beinschinken mit Kren vom Thum, die beste Erbsensuppe, die ich je gegessen habe, große Weine. Nicht, dass man dafür eigens nach Berlin fliegen müsste, trotzdem. Spätnachts mit dem Taxi ins Hotel. Der Taxler war sehr freundlich, und er schlief nicht ein.

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