Doris Knecht

© Doris Knecht

Meinung Kolumnen Knecht
03/31/2012

Jetzt erst Knecht: Wo kommt es her?

"Pink Slime" & Co: Wir wollen wissen, wo unser Essen herkommt. Und wir wollen gute Antworten darauf.

von Doris Knecht

Jetzt wissen auch alle, was "Pink Slime" ist. Dank der sozialen Netzwerke, die, wie sich immer mehr zeigt, die Menschen tatsächlich zu bewegen imstande sind. Offenbar ist ein Video, das man "exklusiv" von einer "Freundin" oder einem "Freund" gepostet bekommt, eher geeignet, einen zu berühren und eine Bewusstseinsänderung zu bewirken, als die Botschaften anderer Medien. ´

Die Videos von riesigen Fleischwölfen, aus denen pinkfarbene, mit Ammoniak gereinigte minderwertige Hühner- oder Rinder-Masse quillt, gehen jedenfalls gerade herum, inklusive der Information, dass man das alles mit Fast Food oder – in den USA – in den Schul-Menüs mitisst. Und zwar ohne, dass es in der Liste der Inhaltsstoffe auch nur erwähnt werden müsste.

O. k., das sind amerikanische Standards. Die Europäer sind hier entweder schon ein bisschen weiter. Oder noch nicht so weit (und werden es hoffentlich auch nie sein). Aber diese schockierenden Bilder machen die Leute doch auch hier nervös und hellhörig: Wär’s möglich, dass …? Das Essen wird immer öfter von der Frage begleitet, die stets zu stellen Jamie Oliver schon immer riet und was er speziell in einem ebenfalls viral verbreiteten Video über Rindfleisch-Verarbeitung in den USA erneut tut. Die Frage lautet: Wo kommt es her? Und wie wurde es hergestellt?

Wo der "Pink Slime" herkommt, wissen wir jetzt jedenfalls: Er ist der letzte Rest vom Tier, der eigentlich zu Hundefutter verarbeitet wurde, bis die Ingenieure der industrialisierten Nahrung Wege gefunden haben, ihn auch für Menschen "genießbar" zu machen. Aber: Auf diesen Genuss wollen wir unbedingt verzichten. Wir wollen wissen, wo unser Essen herkommt. Und wir wollen gute Antworten darauf.

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