über die Öffnung der Ehe für Homosexuelle
06/11/2015

Das hätte verheerende Folgen

von Doris Knecht

Auch in Österreich gibt es nun eine entsprechende Initiative

Doris Knecht | über die Öffnung der Ehe für Homosexuelle

Mehr als 150 deutsche Prominente forderten vergangene Woche in einem offenen Brief an Kanzlerin Angela Merkel die Öffnung der Ehe auch für Homosexuelle.

Diese Forderung sei "eine der großen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit", heißt es in dem Brief, und weiter: Es gehe hier nicht mehr um die Rechte einer Minderheit "sondern um unser aller Verständnis für Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit". Und Gleichheit sei nur möglich, "wenn die Liebe zwischen zwei Menschen nicht mit zweierlei Maß gemessen wird". Freiheit werde nur erreicht, "wenn Familie und Ehe keine Frage des Geschlechts, sondern der gelebten Verantwortung füreinander sind".

Die Gesellschaft befände sich "an einem historischen Wendepunkt", es gebe "kein Zurück mehr, das Licht der Aufklärung lässt sich nicht länger verdunkeln". Unterschrieben haben diesen Brief und die Forderung, eine freie Abstimmung über die Ehe für alle im Bundestag ohne Fraktionszwang zuzulassen, unter anderem Nena, Til Schweiger, Thomas Hitzlsperger, Florian David Fitz, Udo Lindenberg, Jan Josef Liefers, die Band Die Ärzte, viele Journalisten und Verleger, aber auch zahlreiche Politikerinnen und Politiker von SPD bis CDU. Anlass war die irische Abstimmung, bei der sich eine klare Mehrheit der Bevölkerung für eine konsequente Öffnung der Ehe auch für schwule und lesbische Paare ausgesprochen hat.

Auch in Österreich gibt es nun eine entsprechende Initiative: Auf ehe-gleich.at sammelt eine parlamentarische Bürgerinitiative bis 3. Juli Unterschriften, die dann im Parlament eingebracht werden. Denn "immer noch gibt es zwei getrennte Partnerschaftsverträge für heterosexuelle Paare einerseits und für homosexuelle Paare andererseits", wie es dort heißt. Diese Trennung sei im 21. Jahrhundert eine "unerträgliche Diskriminierung".

Dass diese Trennung so stur aufrechterhalten wird, hat wohl den einen Grund, dass die Auswirkungen für die "normale" Ehe, für Vater-Mutter-Kind-Familien so verheerend wären. Nein, im Ernst: Was ändert sich für traditionelle Paare und Familien, wenn die Ehe für Homosexuelle geöffnet wird? Genau nichts. Im tiefkatholischen Irland hat man das schon verstanden. Auch hierzulande findet diese Haltung immer mehr Anhänger.

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