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03.04.2017

Über Ohren

Aber Ohrenschmalz schmeckt sehr bitter.

Peter Pisa | übers Massieren

Der Sender RTL Living zeigte am Wochenende kulinarische Abenteuer in China. In der Provinz Sichuan erklärte eine Köchin, wie man aus Schweinsohren einen Salat zubereitet, ohne das Ohrenschmalz zu verwenden. Warum denn so verschwenderisch? Es wurde nicht verraten. KURIER-Recherchen ergaben, dass es zwar wegen der ungesättigten Fettsäuren schade ist. Aber Ohrenschmalz schmeckt sehr bitter. Auch besuchte man eines der Teehäuser, die unter Mao verboten waren, jetzt aber vermehrt aufsperren. Dort ereignete sich folgende Szene: Ein Fremder näherte sich einem Gast von der Seite her ... und fuhr ihm mit einem langen Stäbchen ins Ohr. Dem Gast gefiel das: Während er Mah-Jongg spielte, wurden seine Ohren von innen massiert und wohl auch etwas gesäubert. Der Masseur hatte mehrere Stäbchen mit Bürstchen zur Verfügung. Wäre das nicht angenehm, bei einer Schinkenrolle in der Aida-Konditorei? Wäre das nicht eine Geschäftsidee, die man übernehmen sollte? Nein? Nicht? Na gut.