Kolumnen
19.03.2018

Salisbury

Normalerweise werden Aussprachefehler im ORF rasch korrigiert. Nur bei der englischen Stadt Salisbury, ist das anders.

Normalerweise werden Aussprachefehler im ORF rasch korrigiert. Sagt jemand in der „ZIB“ Donald Duck mit „u“, so wird er bis zum nächsten Mal bestimmt auf „a“ umlernen. Ente gut, alles gut.
Nur bei der englischen Stadt Salisbury, wo es den Giftanschlag auf den russischen Ex-Spion und seine Tochter gegeben hat, ist das anders. Seit zwei Wochen sagt die London-Korrespondentin schön: Sols-, aber unbeirrt heißt es täglich auf dem Küniglberg: Sels-, wobei am Wochenende die Moskau-Korrespondentin noch drauflegte: Sehlis-.
Immerhin kommt es zu keinen Missverständnissen wie in der bekannten Geschichte vom Italiener, der im Hotelzimmer auf dem Bett ein Leintuch vermisst hat: „I wanna sheet!“ , rief er. Der Rezeptionist gab ihm den Rat, ums Eck auf die Toilette zu gehen. Der Italiener: „You no understand, I wanna sheet on my bed!“ Als man den Kerl zur Abreise nötigte, verabschiedete sich der Hotelmanager: „Peace on you.“ Was nun den Italiener in Rage brachte: „Piss on you too, you son of a ... beach.“

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Auch der bekannte Physiker Werner Gruber kämpfte mit einem Wort. Erfolglos. In "Pisa schaut fern" steht mehr darüber. Das Buch, illustriert vom Karikaturisten Bernd Ertl, erschien im Wieser Verlag und kostet 18,80 Euro.