Net deppert

Von Karl Merkatz, dem gelernten Tischler, erfahren wir zurzeit die Vorzüge von Beton.

Eines ist jetzt schon sicher, der neue Papst wird katholisch sein.

Peter Pisa | über "g’scheite Sätze"

Von Karl Merkatz, dem gelernten Tischler, der stolz darauf ist, dass sein Haus in Salzburg auf Eichenstämmen gebaut ist, erfahren wir zurzeit im Werbefernsehen die Vorzüge von – Beton. Er hat ein Tattoo am Oberarm: FÜR IMMER BETON. Am Ende sagt er zu einem kleinen Buben: „ ... weil der Beton ist net deppert.“ Schau dir was an. Noch nie hat man das so vernünftig betrachtet. Es stimmt. Und L’Oréal ist kein Schneebrunzer, Heumilch kein Häusltschik, und Actimel ist kein Nudelaug’, neinnein. Solches meint ORF-Generaldirektor Wrabetz wahrscheinlich, wenn er sagt: „Ein guter Werbespot, ein kreativer, belebt das Programm.“ Da ist es logisch, dass auch die ORF-Mitarbeiter versuchen, sich ähnlich g’scheite Sätze einfallen zu lassen. Bei „heute leben“ klappte es Montag ausgezeichnet: Man berichtete von der Papstwahl, und es hieß: „Eines ist jetzt schon sicher, der neue Papst wird katholisch sein.“ Edmund Sackbauer wäre bestimmt stolz: „Und des is mei Bua – der Karli, der Trottel.“

Erstellt am 12.03.2013