über "Binge watching"
08/26/2013

Komaschauen

von Georg Leyrer

Und es gibt wirklich viele schlechtere Arten, sein Wochenende zu verbringen.

Georg Leyrer | über "Binge watching"

Wochenende war, und nicht wenige haben wohl wieder ein wenig zu viel erwischt. Leer und müde der Blick, rotumrandet die Augen, der Kaffee fließt am trostlosen Montagmorgen in Strömen.

Alkohol? Nein, Fernsehen.

Das wird einerseits zunehmend zum Nebenbei-Medium. Aber andererseits auch viel zielgerichteter konsumiert als bisher: TV-Serien werden heute in langen Sitzungen, Folge um Folge hintereinander, angeschaut – und damit ist nicht das ORF-Vorabendprogramm gemeint.

Sondern ein Trend, der das Fernsehen verändert: Die Konsumenten sind nicht mehr bereit, eine Woche auf die nächste Folge warten. Sondern schauen – auf DVD oder als Download – alle Folgen einer Serie hintereinander an, wie einen wirklichen, langen Film. Kein Trend ohne Schlagwort: „Binge watching“ nennt sich das, übersetzt: „ Komaschauen“. Und es gibt wirklich viele schlechtere Arten, sein Wochenende zu verbringen. Wo ist der Kaffee?

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