Im Netz

Nach den stundenlangen Auftritten hochinfektiöser ORF-Sportreporter in Kitzbühel, die nur krächzen konnten, war es eine Freude, im Hauptabendprogramm einen gesunden Polizisten in kurzen Hosen und rosa Socken zu sehen, der einen Klobesen kauft.

„Tatort“ war gut. Der beste seit Langem. Weil er sich nicht davor fürchtete, trotz des Themas Kindermissbrauch Poesie zu haben. Weil der neue Kommissar Jens Stellbring – wie es die Staatsanwältin formulierte – „nicht mehr alle Eier im Netz hat“ und deshalb innerhalb von Minuten unverwechselbar wurde.

Und „Dallas“? Die Fortsetzung? Genauso schlecht wie früher, aber ohne zu faszinieren. J.R. Larry Hagman ist anfangs noch dabei. An ihm liegt es nicht. Am alten Bobby Ewing auch nicht. Es sind die Jungen. Die Nachfolger. Sie sehen aus, wie alle jungen US-Schauspieler zurzeit aussehen. Nur fesch. Man müsste ihnen kurze Hosen anziehen und die Eier aus dem Netz nehmen. (Soll aber bitte jemand anderer machen.)

(KURIER) Erstellt am
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