Im Bild: Wokl-Kandidat

Im Bild: Urig und echt © Bild: kba

Die Länge macht also doch den Unterschied.

Die Länge macht also doch den Unterschied. Während jene Audienzen, die Ihre Majestät Kaiser Robert Heinrich I. im Rahmen der "Donnerstag-Nacht" des ORF gab, als kurzweiliges Amüsement in Erinnerung bleiben, sind seine auf 90 Minuten gestreckten Hauptabend-Auftritte schlicht zu viel des Guten. Humor auf der Streckbank.

Die Wirkungskraft des Sketches liegt ja in seiner Kürze. Und so vermag der längst routiniert als Monarch agierende Robert Palfrader momentweise durchaus brillant zu sein (etwa im Gespräch mit "Alm-Öhi" Maximilian Schell und dessen um 47 Jahre jüngerer Freundin "Heidi": "Schläft sie schon durch? Hat sie denn schon alle Zähne?"); aber: Spätestens nach 50 Minuten hat man sich an der Inszenierung und ihren Pointen sattgesehen und -gehört.

Eine der attraktivsten Sportarten unserer Zeit feierte am Samstag Jubiläum: Stefan Raab lud zur zehnten Wok-WM. Die aus einer verlorenen Wette bei "Wetten, dass ..?" hervorgegangene Idee, mit einer Reisschüssel einen Eiskanal zu bezwingen, mag kindisch erscheinen. In der Umsetzung präsentiert sich das aber, ebenso wie "Schlag den Raab", als langzeitmotivierend.

Erstellt am 11.03.2012