Im Bild: Mäcki-Check

Im Bild: Mäcki-Check © Bild: Wilhelm Schraml

Der Fast-Food-Riese im ARD-Check: So sieht öffentlich-rechtliches Fernsehen aus.

So sieht modernes öffentlich-rechtliches Fernsehen aus: Die ARD stellt in der Reihe „Marken-Check“ Ketten wie McDonald’s auf den Prüfstand. Mit – das ist der eine Unterschied zu vielem, was sonst im Fernsehen gezeigt wird – kurzweiligen Gestaltungsmethoden.

Zwei Testpersonen essen jeweils eine Woche beim Türken, beim Asiaten, bei McDonald’s und bei Nordsee, und berichten nachher über ihre Erfahrungen. In einem Labor wird gemessen, wie Kinder auf Marken wie Happy Meal reagieren. Das ist bunt, das ist anschaulich. Und es ist trotzdem nicht blöd: Kritisch werden Problemthemen wie Tierhaltung und Arbeitnehmerrechte angesprochen.

Am Ende erhält der Fast-Food-Riese in allen Kategorien ein vernichtendes Zeugnis. Der Geschmack ist enttäuschend, die Verführung raffiniert, die Bekömmlichkeit gering und die Fairness unzureichend. Das ist der zweite Unterschied zu vielem, was sonst im Fernsehen gezeigt wird. Es ist ungewöhnlich mutig.

In „Pro & Contra“ auf PULS 4 geht’s oft drunter und drüber; es wird durcheinandergeredet, gestritten ... chaotisch? Absolut. Zum Glück. Endlich eine Diskussionssendung, in der nicht nur brav Positionen abgefragt werden, sondern die ihren Namen verdient.

( Kurier ) Erstellt am 17.01.2012