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03.01.2012

Im Bild: Gesetze der Serien

Das ist eine Art Naturgesetz des Fernsehens: Die logischen Handlungskombinationen sind relativ bald aufgebraucht.

Die "Desperate Housewives" quälen sich dem Ende entgegen. Wie so viele Serien begannen die Geschichten um die Frauen aus der Wisteria Lane vielversprechend, die Drehbücher wurden aber mit jeder Staffel schlechter. Das ist eine Art Naturgesetz des Fernsehens: Die logischen Handlungskombinationen sind relativ bald aufgebraucht. Bei "Grey’s Anatomy" war der Wendepunkt jene abstruse Episode, als Izzy ein verletztes Reh wiederbeleben musste.

Selbst so hinreißend gute Serien wie "Dexter" bauen mit der Zeit ab (bleiben der Konkurrenz aber dennoch turmhoch überlegen). Apropos: Wann zeigt der ORF die Staffeln vier und fünf?

Dem Schicksal des langsamen Verschwindens entging "Life" – die Krimiserie, wurde nach nur zwei Staffeln eingestellt. In diesem Fall jammerschade: Die Geschichte um den spleenigen Polizisten, der zwölf Jahre lang unschuldig im Gefängnis saß und aufgrund der Haftentschädigung steinreich ist, fiel durch galligen Witz und einen tollen Hauptdarsteller auf ( Damian Lewis, bekannt aus "Band Of Brothers"). Ein DVD-Tipp für alle, die die Spätausstrahlungen versäumt haben.

"Supernatural" dagegen ist, wie die meisten Mystery-Serien, ein wenig mühsam, bietet aber ein Wiedersehen mit Jared Padalecki, der z. B. als Leiche in "House Of Wax" ganz wunderbare Figur machte.