Im Bild: Fernbedienungsladen

Im Bild: Urig und echt © Bild: kba

Die ORF-Führung unter Alexander Wrabetz bewegt sich derzeit auf sehr dünnem Eis.

Politische Seilschaften rund um relevante Personalentscheidungen spielten in der ORF -Geschichte immer eine entscheidende Rolle, was sich jedoch geändert hat, ist – sogar im Land der immerwährenden Wurschtigkeit – die Einstellung jener, die dieses unverhohlen in aller Öffentlichkeit vorgetragene Postenschacher-Spiel mit ihrem Gebührengeld bezahlen.

Die Grenzen von Anstand und Moral sind nicht mehr beliebig verschiebbar, denn selbst der duldsamste Bürger beginnt sich im Widerstand zu üben. In diesem Fall sogar innerhalb des ORF . Die Wut-Angestellten fürchten um die Reputation der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt. Zu Recht. Denn Baustellen hat der ORF bereits zur Genüge. Nebst der Ausdünnung zahlreicher Redaktionen (damit anderswo neue Chef-Posten erfunden werden können?) geht vor allem die Unverwechselbarkeit des Programms immer mehr verloren.

Dabei zeigen Aushängeschilder wie etwa die „ZIB 2“, „kreuz & quer“, „Schnell ermittelt“, „SOKO Donau“, die „Donnerstag Nacht“ oder die Übertragungen des Ski-Weltcups, welch enormes Potenzial vorhanden ist – wenn man es denn nutzen will.

Erstellt am 28.12.2011