über Hysterie, Kommentatoren und Haneke
02/27/2013

Hysterie

Endlich darf man am Sonntag wieder spazieren gehen oder ein Buch lesen, ohne des Landesverrats verdächtigt zu werden.

Gerüchteweise findet derzeit irgendeine andere Wintersport-WM statt.

Anna Gasteiger | über Hysterie, Kommentatoren und Haneke

Es ist ein Segen, dass die Ski-WM vorbei ist. Das muss spät, aber doch noch gesagt werden. Endlich darf man am Sonntag wieder spazieren gehen oder ein Buch lesen, ohne der Vernachlässigung patriotischer Pflichten, ja des Landesverrats verdächtigt zu werden. Gerüchteweise findet derzeit irgendeine andere Wintersport-WM statt, die man aber offenbar (zumindest teilweise) vernachlässigen darf. Die Kombination aus Ski und Schnee allein bedingt also noch nicht den hysterischen Ausnahmezustand. Interessant, wieder was gelernt, das soll mal einer verstehen. Oder war Österreich in der vergangenen Woche einfach zu sehr mit seinen Oscar-Anwärtern beschäftigt? Das äußerst Sympathische an Michael Haneke ist, dass er so wirkt, als hätte er das Wort Hysterie noch nie gehört. In einem ORF-Interview sagte er: „Ich freu’ mich. Aber es nicht so, dass man da jetzt weinend zusammenbricht.“ Das soll er mal in einer ruhigen Minute den Skikommentatoren erzählen.

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