über Spitzenkoch Johann Lafer
07/03/2013

Gut beobachtet

von Peter Pisa

So hätte man etwas Feines, aber nicht so Feines zum Einsparen.

Peter Pisa | über Spitzenkoch Johann Lafer

Im deutschen Fernsehen wirkt der prominente, aus der Steiermark stammende Koch Johann Lafer höchstens kurz gedünstet. Kaum aber tritt er im ORF auf, redet er, wie man es von Kochsendungen im ORF gewohnt ist. Gebacken. Dabei grillte er Dienstag in „heute leben“ bloß Zucchini, und aus getrockneten Tomaten machte er einen Salat.

Lafer nahm eine gelbe Zucchini und sagte: „Das ist eine gelbe Zucchini.“ Er nahm eine grüne Zucchini und sagte: „Das ist eine grüne Zucchini.“ Hat eine gute Beobachtungsgabe, der Mann. Dann hackte er die Tomaten, Walnüsse, Chili und Knoblauch und kommentierte: „Alles wird fein gehackt. Das muss nicht so fein werden.“ Selbstverständlich, Meister. Danach – und daran erkennt man den Spitzenkoch – legte er ein gelbes Stück Zucchini und ein grünes Stück Zucchini ÜBER KREUZ. Dazu sprach er: „Schau her.“ Und: „So. So. So. So. Und so.“ Euphorisch. Schade, dass Lafer keine eigene ORF-Show hat. So hätte man etwas Feines, aber nicht so Feines zum Einsparen.

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