über "Tatort"
02/27/2017

Gäsegischder

von Peter Pisa

Wird nächstes Mal das Schwäbische a Bsiechle macha?

Peter Pisa | über "Tatort"

Der „ Tatort“ war, wie in letzter Zeit immer, höchst seltsam. Manche halten ihn sogar für ein Verbrechen. Aber sehr gut war der Dialekt: Man bekam das Pfälzische zu hören, und ich kriesche glei de Gäsegischder – man konnte verrückt werden bei der Schönheit der Sprache. (Wobei Gäsegischder eine zweite Bedeutung hat: das Grauen. Kann man aber in diesem Fall getrost vergessen.) Normalerweise ist das ja owwerachd unnerschd, hinnerschd färrderschd – normalerweise ist es falsch (oben ist unten, hinten ist vorne) –, einen Krimi zu produzieren, von dem nicht alle alles verstehen. Aber in diesem Fall war das besser so. Man hofft, dass nächstes Mal der zweitschönste deutsche Dialekt, das Schwäbische, uns a Bsiechle macha wird. Einen Besuch. Fernsehleute hann ja a Näsle dafür, was beim Publikum ankommt. Überhaupt sollten jetzt auch die „Tatort“-Haberer aus Wien ihren Dialekt sprechen und den Marmeladingern da drüben zeigen, dass sie keine Lulu sind.

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