Über die "Große Chance"
11/03/2012

Der letzte ORFunke

Die Berichterstattung über die Causa Sido vs. Heinzl ist eine einzige Dreistigkeit. Da muss man wieder mal die ORF-Gebühren hinterfragen.

von Dietmar Pribil

Es geht ums Business. Quoten. Werbegelder. Und nicht um hehre Absichten.

Dietmar Pribil | Über die "Große Chance"

Hat der ORF seinen letzten Funken öffentlich-rechtlichen An- und Verstand verloren? Nein, nicht der gesamte ORF, denn in vielen Redaktionen leisten hoch qualifizierte Mitarbeiter hervorragende Arbeit. Einige wenige Damen und Herren in der Führungsetage jedoch trieben in den vergangenen Tagen die Farce rund um die zwei Alpha-Männchen Heinzl und Sido derart chaotisch bis peinlich voran, dass man entweder dieses Verhalten oder die Legitimation von ORF-Gebühren hinterfragen muss. Fest steht: Sido wurde einzig und allein deshalb von ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner zurück zu "Die große Chance" geholt, weil die Show ohne den deutschen Rapper wie ein bemitleidenswertes Häufchen Elend wirkte (mit Ausnahme von Peter Rapp, der kann was). Es geht ums Business. Quoten. Junges Publikum. Werbegelder. Und nicht um hehre Absichten.

Der Gipfel der ORF-Dreistigkeit folgte Nachts in der "ZIB24". Die Nachrichtensendung musste dem Sido-Thema abermals wertvolle Sendeminuten opfern. In der Statistik werden diese Minuten als "Erfüllen des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags" geführt. Auch Wahrheiten können verlogen sein.

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