Sendungsbewusst

Frau Karlich ist eine sehr einnehmende Persönlichkeit.

Karl Hohenlohe | über Talkerin Barbara Karlich

Die berühmte Talkerin Barbara Karlich beging nun ihre 2500. Sendung.

Vermehrt hat man Clowns, Schlangenbeschwörerinnen, Menschen mit Steckenpferdeallergie, Mimen, Bodybuilderinnen, Putzteufeln, Göttergatten, kurzum die seltsamsten Geschöpfe der Gesellschaft und einmal auch Magister Wagner-Trenkwitz und mich in die Sendung eingeladen.

Magister Wagner-Trenkwitz, der erfolgreiche Auflagenschwimmer, hat dieses Erlebnis in seinem, weit über die Bezirksgrenzen hinaus, vielbeachteten Bestseller „Schwanz drüber“ für die Nachwelt dokumentiert und auch nicht vergessen, die Worte des Inspizienten festzuhalten, als wir leicht verspätet bei dem entlegenen Studio eintrafen.

„Haben Sie Verkehr gehabt?“, erkundigte er sich und wir verneinten wahrheitsgemäß.

Magister Wagner-Trenkwitz und ich waren in Arbeitsmontur, also im Frack ohne Orden erschienen.

Nachdem ich Barbara Karlich mit dem seit Jahren konzipierten Kalauer „Du Barbara, Karl ich“ aus der nicht vorhandenen Reserve gelockt hatte, führte sie uns souverän durch die Sendung. Wir aßen Soletti und waren sehr glücklich.

Unvergesslich blieben mir auch die Fische im Barbara-Karlich-Studioaquarium, die sich, ganz im Gegensatz zur Gastgeberin, erstaunlich ruhig verhielten.

Frau Karlich ist eine sehr einnehmende Persönlichkeit, sie lacht während der Sendung genau so herzlich wie davor und danach, und das kann man nicht von vielen Fernsehschaffenden sagen.

Erstellt am 25.01.2013