Pferde im Roncalli Zirkus
10/31/2014

Pferdefuß

von Karl Hohenlohe

Das Interesse der Kinder an dem fünfbeinigen Hengst erstarb unmittelbar

Karl Hohenlohe | Pferde im Roncalli Zirkus

Verehrte Leserschaft, ich darf von einem Wunder berichten.

Es ist noch gar nicht so lange her, da gastierte der renommierte Zirkus " Roncalli" in Wien. Der Direktor des mobilen Hauses, Herr Bernhard Paul, versprach einmal in einer schwachen Stunde, er würde meinen Kindern eine kleine Führung durch das Zeltlager vor dem Wiener Rathaus geben.

Er hatte nicht mit meiner Hartnäckigkeit und meiner plötzlich stark angestiegenen Kinderzahl gerechnet.

So standen wir also an einem Sonntag zu zehnt vor ihm und auf ging es.

Wir schlenderten durch ein Meer von Anhängern, betrachteten ehrfürchtig den Salonwagen, hier schwebten Jongleure vorbei, da ein Muskelmann und dort Akrobaten aus dem Spanischen. Schließlich landeten wir endlich im Pferdestallzelt.

Dies war besonders interessant, da es gleichzeitig winzige Pferde und ein Riesenpferd beherbergte.

Die Kinder streichelten die winzigen Pferde und als ich, noch vor ihnen, bei dem riesigen Rappen zu stehen kam, sah ich, dass gerade eine Stute vorbeigegangen sein musste, denn der Hengst war erkennbar amüsiert.

Unbedarft, es den Kindern jetzt gleich zu erklären, jagte ich ein Stoßgebet in den Himmel und zwar "Send in the Clowns".

Und wirklich, es geschah.

Auf einmal enterte ein Weißclown in einem Udo-Jürgens-Frottee-Bademantel das Pferdezelt, das Interesse der Kinder an dem fünfbeinigen Hengst erstarb unmittelbar und ich kann wahrheitsgemäß berichten:

Ein Wunder war geschehen.

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