über Spitznamen
11/13/2013

Lock-Mittel

von Karl Hohenlohe

Meist illustriert der Spitzname den Charakter seines Besitzers wesentlich deutlicher als der Taufname.

Karl Hohenlohe | über Spitznamen

Zu den größten Erbauungen der Leserschaft zählt die Nennung von Spitznamen.

Insbesondere Spitznamen von Prominenten sind gefragt. „Mausi“ ist zum Beispiel sehr beliebt, aber auch „Schweindi“ oder „Petzi“ ( Franz Voves).

Meist illustriert der Spitzname den Charakter seines Besitzers wesentlich deutlicher als der Taufname.

Franz, beispielsweise, hat eine ungemein dürftige Aussagekraft, wird er hingegen durch Kaiser ergänzt und von dem Nachnamen Beckenbauer gekrönt, sieht alles gleich ganz anders aus.

Walter Schachner kennt niemand, Schoko Schachner hingegen hat Abermillionen glühende Fans.

Immer wieder fragt man sich, wie aus Walter Schoko wurde. Unbestätigten Gerüchten zufolge hatte Herr Schachner in jungen Jahren beim Training immer einen Kakaoriegel dabei, und schon war es um seinen Vornamen geschehen.

Manchmal lassen uns Spitznamen jedoch vollkommen ratlos zurück.

Bei „Seitenblicke“ erzählte der ehemalige Raiffeisenfunktionär Christian Konrad, in seiner Jugend habe man ihn gerne „ Kongo“ gerufen. Das ist weit hergeholt, „Ciko“ „Konci“ oder „Chriko“ wären naheliegender gewesen.

Vielleicht gibt es ein Mysterium, vielleicht wollte Herr Konrad schon früh den schwarzen Kontinent erforschen, oder aber es spross seinerzeit, wo heute keine langen Haare wachsen (nennen wir es Kalahari), krauses Haupthaar.

Warum aus „Kongo“ dann nicht „Schneckerl“ wurde, dies scheint einer weiteren Erörterung wert.

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