über Wunschkennzeichen
08/13/2013

Schildbürger

von Karl Hohenlohe

Je höher der Star hinaufstieg, desto niedriger die Zahlenkombination.

Karl Hohenlohe | über Wunschkennzeichen

Mit großer Trauer sieht man dem Aussterben der Wunschkennzeichen entgegen.

Als ich noch wuchs, hatten alle Stars spezielle Kennzeichen. Heinz Conrads, Hans Krankl, Annemarie Berté.

Das Wunschkennzeichen teilte Österreich in Prominente und Unbekannte. Je höher der Star hinaufstieg, desto niedriger wurde die Zahlenkombination, der Nummernadel war geboren.

Dieser Begriff kommt nicht von irgendwo, die ersten österreichischen Kfz-Kennzeichen waren fest in kaiserlicher Hand. „A1“ wurde von Erzherzog Eugen, „A2“ und „A3“ von Erzherzog Friedrich und „A4“ von Erzherzog Franz Ferdinand gefahren.

Der Todesstoß kam dann, als es Wunschkennzeichen für alle gab. Die Exklusivität ging verloren, „Hasi 1“, „Walter 4“ und „Helga 6“ war nun allgemeiner Besitz und daher langweilig.

Viele Prominente wollten plötzlich nicht mehr prominent sein, beschilderten ihre Rolls und Lamborghini mit herkömmlichen Nummerntafeln und wurden zu ihrer Überraschung doch erkannt.

Einige wenige sind sich jedoch treu geblieben und lassen ihre Kennzeichen für sich sprechen. Kürzlich sah ich den Volksmusikgiganten Marc Pircher, der mit „P 7“ unterwegs ist, und auch Hans Krankl ist ein Wunschtaferlbesitzer.

Er fährt mit der seltenen Kombination „W-NYFD1“ und ich habe lange mit der Auflösung dieser Buchstabenmystik zugebracht. Es hat mit einem großen Apfel zu tun und jener Berufsgruppe, die einst zu den Wasserträgern zählte.

Mehr möchte ich noch nicht verraten.

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