über Franz Klammer.
08/21/2013

Klammer-Begriff

von Karl Hohenlohe

'Die Nacht der Kaiser' – Bad Ischl im Ausnahmezustand.

Karl Hohenlohe | über Franz Klammer.

Die Nacht der Kaiser“ – Bad Ischl im Ausnahmezustand. Hunderte Chinesen mit japanischen Fotoapparaten sind baff.

Dutzende Backenbärte wetteifern gegeneinander. Kaisersemmel, Kaiserwetter, Kaisergugelhupf.

Jawohl, Kaiser Franz Joseph wäre gerade 183 Jahre alt geworden, aber das ist, soweit mir bekannt, noch niemandem gelungen.

Irgendwo dazwischen die Kaiserin Elisabeth, noch vor dem Schlankheitswahn. Mehrfach wird ihr die Hand geküsst. Immer mit Handrückenberührung und man hat Angst, dass Herr Elmayer plötzlich um die Ecke biegt und die, der Technik des versierten Handkusses unkundigen, Delinquenten zum Duell fordert.

Dann plötzlich wird es ernst.

Da vorne steht er, der echte Kaiser, der Olympiasieger Franz.

Franz Klammer, der Liebling der Massen, der Objektive und Mikrofone. So einen wünscht man sich an der Spitze des Staates, Lederhose, lächelnd, lustig.

„Seitenblicke“ verrät er sein politisches Credo und wer will da widersprechen? „Ein Patriarch ist ja nicht immer gut, aber ein guter Patriarch kann auch gut sein“, sagt Franz Klammer, und da werden Erinnerungen an die Patriarchie wach, an die Patriarchin Elisabeth an die vielen bunten Uniformen und an den backenbärtigen Patriarchen, der schon im nächsten Jahr, im Beisein von Friedl Koncilia und Gerhard Zadrobilek seinen 184. Geburtstag zelebrieren wird. Dann winkt Franz Klammer.

„Wonderful“ ruft eine Amerikanerin. Alles wird gut.

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