Geschmacksfrage

Karl Hohenlohe

Karl Hohenlohe

Es erinnert stark an eine Liaison von Konstantin Wecker und Herbert Prohaska.

von Karl Hohenlohe

Andi & Alex

Endlich hat die bekannte Kochpaarung Andi & Alex alias Andreas Wojta und Alexander Fankhauser ein eigenes Produkt auf den Markt geworfen. Man sah sie und es im Fernsehen, genauer gesagt, in einem Brautmodengeschäft.

In einem Brautmodengeschäft?

Jawohl, meinte Herr Wojta, ein idealer Ort für solch eine Präsentation, schließlich sollten sich zwei Trauungswillige ja auch schmecken können.

Das hat sehr gut gefallen, auch die Form, Farbe und Verkrustung des neuen Andi-&-Alex-Leckerbissens. Noch erfreulicher ist nur noch der Name des Fabrikates. Andi & Alex haben es „Schmeckerl“ getauft. „Schmeckerl“ ist sehr positiv besetzt, es erinnert stark an das Produkt einer Liaison von Konstantin Wecker und Herbert Prohaska.

Das Faszinosum von „Schmeckerl“ ist jedoch, dass uns weder die, bei der Geburt anwesenden, TV-Redakteure noch die Hörfunkmitarbeiter wissen ließen, was „Schmeckerl“ ist und wie es eigentlich schmeckt.

Vom Aussehen her erinnert „Schmeckerl“ an ein Gebäck, ein Weckerl, es ist nicht einhundert Prozent auszuschließen, dass Rosinen zum Einsatz kamen, ob es Sultaninen, Korinthen oder Zibeben waren, kann ich nicht sagen.

Ich vermute, es schmeckt sehr gut oder kross, wie die Jungen gerne sagen.

Warum?

Ich sah Herrn Wojta, der in der TV gerne das Bild vom „Aquaplaning auf der Zunge“ beschwört, wie er liebevoll „Schmeckerl“ fixierte, und war in allergrößter Sorge, er würde ertrinken.

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