über Heinz Conrads
08/20/2013

Geburtstrauma

von Karl Hohenlohe

Anders gesagt: Georg Markus, bitte melde dich.

Karl Hohenlohe | über Heinz Conrads

Dies, verehrte Leserschaft, kommt einem Hilferuf gleich.

Ein Hilferuf, der vor allem an die betagteren Konsumenten appelliert. Jene, die noch Heinz Conrads erlebten und sich nicht satt an ihm sehen konnten. Heinz Conrads, nach dem lieben Augustin der typischste Wiener aller Zeiten, der am Ende der Sendung die Kranken und Einsamen grüßen ließ und niemals darauf vergaß, sich bei Gustl Zelibor für die Begleitung am Klavier zu bedanken.

Ich selbst, in jungen Jahren wie Heinz Conrads, in 1140 Wien alias Penzing beheimatet, sah ihn einmal über die Straße gehen und es wird mir unvergesslich bleiben. Der Gang, der abwesende Blick, die Pomade in den Haaren.

Nun studierte ich gerade die Memoiren des ungarischen Lustspiel-Regisseurs Géza von Cziffra und stieß auf Seite 53 auf folgenden Satz: „Kaum jemand ahnt, dass der Urtyp des Wieners, der Liebling österreichischer Altersheime, Heinzi Conrads, in Köln geboren ist.“

Umgehend griff ich zum Brockhaus, wühlte bei Wikipedia und in den Erinnerungen älterer Verwandten, aber nirgendwo findet sich auch nur der leiseste Hinweis, die Mutter von Heinz Conrads hätte ihn in Köln entbunden.

Dies erscheint mir ohnedies unvorstellbar, ganz so, als hätte man Johannes Brahms oder Michael Heltau in Deutschland geboren. Zum ersten Mal in der jahrzehntelangen Geschichte dieser täglichen Betrachtungen komme ich nicht weiter und ersuche alle Leserinnen und Leser um sachdienliche Hinweise.

Anders gesagt: Georg Markus, bitte melde dich.

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