über Reichtum
11/12/2013

Bare Münze

von Karl Hohenlohe

Am schönsten sind jene Verbindungen, die im falschen Glauben eingegangen werden.

Karl Hohenlohe | über Reichtum

Die bekannte Gesellschaftsdame Frau Christa Mayrhofer-Dukor sagte kürzlich bei "Seitenblicke" folgenden wahren Satz: "Jemand, der sehr viel Geld hat, ist immer gefährdet".

Diese Tatsache wird den Gesellschafts- und Politikredakteuren tagtäglich vor Augen geführt. Nehmen wir nur den grundgütigen Herrn Stronach, den seine Anhänger lieben, einander lieben sie sich aber nicht. Zumindest fallweise.

Die reiche wie ledige Frau wird immer an der Liebe ihres Liebsten zweifeln, der Argwohn kann zerstörerische Wirkung haben. Frau Hutton beispielsweise, die an ihren Milliarden und Depressionen litt, war sieben Mal verheiratet. Ein Mal auch mit Herrn Cary Grant, den man damals zu Unrecht "Cash ’n’ Cary" nannte, es war die einzige Ehe der Woolworth-Erbin, die sie nicht ärmer zurückließ. Wobei ärmer ein dehnbarer Begriff ist.

Am schönsten sind jene Verbindungen, die im falschen Glauben eingegangen werden. So entsinne ich mich eines Onkels, der eine reiche Amerikanerin vor den Traualtar führte, die annahm, er wäre ungeheuer vermögend. Die Erkenntnis, dass beide kein Geld hatten, schweißte sie, ganz nach dem Motto "Geteiltes Leid ist halbes Leid", zusammen, sie führten eine ausgezeichnete Ehe.

Nicht immer profitieren Ehegesponse, Freunde und Bekannte von ihren milliardenschweren Gönnern.

Exemplarisch sei J. P. Getty angeführt, einst der reichste Mann der Welt.

Er ließ nichts springen, was sich auch dahingehend äußerte, dass er in den Gästezimmern seines riesigen Schlosses Münztelefone montiert hatte.

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