über Lederhosen
06/10/2015

Hosenband

von Karl Hohenlohe

Es ist eine alte Tradition, Personen aus Asien und Afrika mit einer Lederhose auszustatten und im Fernsehen zu präsentieren.

Karl Hohenlohe | über Lederhosen

Gleich zwei dunkelhäutige Prominente haben sich in dieser Woche öffentlich über die Lederhose geäußert. Der eine so, der andere so.

Es handelt sich um den Präsidenten der Vereinigten Staaten, Herrn Barack Obama, und um den Präsidenten der deutschen Spaßmachergilde, Herrn Roberto Blanco, der eigentlich Roberto Zequero heißt. Ich kann nicht sagen, ob die beiden schon persönlich Kontakt hatten, ob Blanco schon im Weißen Haus dinierte oder Obama bereits Teil des Publikums bei einem Blanco-Konzert war, aber die beiden könnten wunderbar über die Vor- und Nachteile der Lederhose streiten.

Obama, nunmehr der neue Beckenbauer Bayerns, sagte ja, er hätte seine Lederhose leider in den USA vergessen und lächelte traurig.

Roberto Blanco hingegen verriet in Seitenblicke, man hätte ihm einst angetragen, eine Lederhose zu benutzen, und er hätte mit "Nur, wenn ich muss" gekontert.

Es ist eine alte Tradition, Personen aus Asien und Afrika mit einer Lederhose auszustatten und im Fernsehen zu präsentieren. Entgegen dem Glauben der Verantwortlichen, dies würde die ausländischen Gäste mit Lokalkolorit bestäuben, wirken sie solchermaßen noch exotischer. Als Höhepunkt ist mir ein sehr freundlicher Japaner in Lederhosen in Erinnerung, der das Publikum durch Jodeln zu Begeisterungsstürmen hinriss.

Ich habe eingangs geschrieben, Barack Obama hätte bei der Bekanntgabe, seine Lederhose vergessen zu haben, traurig gelächelt.

Ich möchte das revidieren und vermute, er hat doch recht zufrieden geschaut.

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